@Chaotica Das kenne ich auch - wenn mich jemand nach meinem Alter fragt, habe ich keine Ahnung. Gestern war ich bestimmt noch 20 oder so… gestern ist anscheinend fast 29 Jahre her
Schon eine wilde Definition von 'Durchschnitt', wenn dafür Frauen und knapp ein Drittel der Bevölkerung mit Migrationsgeschichte einfach gar nicht erst existieren. Das zeigt ziemlich gut, wie tief verankert das Bild von 'deutsch = weiß' noch immer ist. Leider.
... ja schon, aber die der Politiker:innen, die etwas zu entscheiden haben... die sollen weniger Insta, sondern mehr auf Wissenschaft und Lehrer:innen hören.
nya... ich würde auf geschriebenes antworten und dann selbst keine Antwort verlangen... oder ich hab Deinen Post nicht so ganz verst.... Hey, das ist auch mein Schlauch 😀
Wenn sich alle Zuschauer:innen eine elaborierte Meinung aufgrund von Fakten und zweifelsfreien Informationen bilden könnten, dann hätten wir in LSA nicht so ein Wahlergebnis und bundesweit eine ähnliche Tendenz.
Das glaube ich ihnen, dass das versucht wird. Dennoch zwingt niemand Journalist:innen ein Interview mit Anhänger:innen einer rechtsextremen Partei zu führen.
Sie können es wie erwähnt aus anderen Quellen nutzen. Jedes Interview mit Rechtsextremisten dient lediglich einer Normalisierung - und wenn es das ist, was wir aus der Geschichte gelernt haben, dann können wir alle einpacken.
Ich persönlich hatte den Aufruf geteilt und ich ärgere mich, auch wenn ich schon vermutet habe, dass es genau darauf hinauslaufen wird und ich dennoch gehofft habe, dass es nicht so käme.
Journalismus schuldet niemandem Reichweite. Pressefreiheit bedeutet das Recht, Menschen zu befragen, nicht die Pflicht, jedem ein Mikrofon hinzustellen
Interviews können legitimieren. Schon die Inszenierung eines normalen politischen Gesprächs kann vermitteln: Das ist einfach eine weitere Position im demokratischen Meinungsspektrum. Bei Akteuren, die demokratische Institutionen oder Menschenrechte beseitigen wollen, kann genau diese Normalisierung relevant sein.
Die journalistisch interessante Information ist häufig anders beschaffbar. Programme, Reden, interne Dokumente, Gerichtsurteile, parlamentarische Vorgänge, Social-Media-Beiträge und Aussagen ehemaliger Mitglieder können aufschlussreicher sein als die Selbstdarstellung eines Funktionärs.
- einfache Regel: Man gibt die Aussagen eines Menschen, der einer rechtsextremen und verfassungsfeindlichen Partei anhängt, nicht uneingeordnet wieder.
In ganz kurz: Man spricht nicht mit Nazis. Man verbreitet ihre Ansichten nicht. Es sind keine "Meinungen" - es hat System.
.... und ich ärgere mich sehr, dass Sie ihre Anfrage nicht genauer präzisiert haben. Es wird Menschen geben, die es geteilt haben und sich nun hintergangen fühlen, eben weil Sie genau das getan haben.
Der ÖRR tut sich mit dieser Normalisierung des Unfassbaren keinen gefallen... es sei denn, dass genau dies beabsichtigt ist.