Jobsuche?
Ich bin gerade hart am überlegen, ob ich meinen Job beim Film komplett hinter mir lasse; die Arbeitsbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Kreativität ist längst nicht mehr, nur noch Quantität vor Qualität. Ich mag das so nicht, dafür will ich in Zukunft nicht mehr unterschreiben. Das letzte Projekt hat mich hart in Richtung Burnout gedrängt.Aber was sonst, was statt dessen? Was kann ich denn überhaupt?
Ich kann mich außerordentlich schnell in neue Themen einarbeiten, bin sehr gut in Sachen Recherche, behaupte eine schnelle Auffassungsgabe auch für komplexe Themen zu haben. Ich löse gerne Probleme - und versuche dabei möglichst effektiv, ökonomisch und stilvoll vorzugehen. Meine favorisierte Vorgehensweise ist "gut & günstig vor schnell". Handwerklich bin ich talentiert, trage dabei aber mehr Straßenschläue als fundiertes Wissen in mir herum. Wünschenswert wäre eine neue Aufgabe, die "sinnstiftend" ist; Brot & Spiele habe ich jeweils schon lange genug gemacht. Sozial, ökologisch oder politisch - ich würde gerne mit meinem Tun einen echten Mehrwert schaffen.
Ich habe vor 30 Jahren mal in der Gastro gelernt; bin Köchin, Restaurantfachfrau, Meisterin im Hotelfach. Seit knapp 20 Jahren beim Film in der Ausstattung, davon die vergangenen 10 Jahre als Außenrequisiteurin, habe an insgesamt knapp 100 Bewegtbildprojekten mitgewirkt.
Ich bin Autistin, habe Probleme mit Ortswechseln, würde gerne im Großraum Hamburg / Lübeck bleiben. Mein klein Häuschen hat aber auch Glasfaser - das bringt mich remote auch an so ziemlich jeden anderen Ort auf oder über diesem Planeten. Zeitlich begrenzte Dienstreisen mit absehbarem Ende sind für mich (hin und wieder) kein Problem, solange diese entsprechend gut und rechtzeitig durchgeplant wurden.
Sprachen sind nicht mein Ding. Englisch funktioniert vor allem schriftlich, verstehen kann ich alles - beim Sprechen kommt mir meine Schüchternheit in die Quere. Für mehr Sprachen ist mein Hirn irgendwie nicht ausgelegt; ich gebe meiner Linkshändigkeit die Schuld daran. Leider gehören auch Programmiersprachen dazu, weshalb ich meine nächste Karriere eher nicht im Coding sehe.
Geld. Geld braucht eins auch anscheinend heutzutage. Ich würde gerne die für mich alltäglich gewordenen Annehmlichkeiten wie beispielsweise "Dach über dem Kopf", "Essen im Kühlschrank" oder "im Winter nicht frieren" nicht mehr missen; da bin ich eigen. Allerdings sind mir Kostenfaktoren wie Nachwuchs, Urlaubsreisen oder eine Oldtimersammlung fremd, von daher bin da relativ flexibel.
Und?
Vorschläge?